Herzlich willkommen zur Physiotherapie bei Peter Greve

Peter, Heilpraktiker für Physiotherapie und Yogalehrer, bietet physiotherapeutische Leistungen an. Bitte vereinbare hierfür telefonisch oder per Email einen Termin.

Im Mittelpunkt, liebe Klientin, lieber Klient, stehst du – dein Vorstellungsgrund und dein Anliegen: Was für ein Problem hast du oder welche Sorgen machst du dir? Welche Hilfen möchtest du bekommen, was möchtest du erreichen?

Gerne nehme ich mir dafür Zeit.

Eine Erstkonsultation beinhaltet in der Regel:

  • eine umfassende Anamnese
  • eine gründliche physiotherapeutische, zumeist auf Funktionsstörungen und funktionelle Auffälligkeiten ausgerichtete Untersuchung mit Haltungs- und Bewegungsanalyse
  • eine Probebehandlung
  • Erläuterung von Befunden sowie eine (vorläufige) Diagnose samt Prognose
  • Informationen über Faktoren, die zum Problem geführt haben oder beitragen könnten
  • Erstellung eines Therapieplans
  • evtl. Hilfen zur Selbsthilfe, also Übungen, mit denen du dich selber „behandeln“ kannst

Hierfür benötigen wir etwa 60 Minuten.

Folgekonsultationen (30-60 min.) können dazu dienen:

  • Manualtherapeutische Behandlungen durchzuführen
  • Spezifische Übungen zu erlernen, - auch bspw. in Form einer Yogasequenz
  • Deine Yogapraxis zu analysieren und zu korrigieren und entsprechend der physiotherapeutischen Befunde anzupassen oder zu ergänzen. Ziel ist es, das Potential von Bewegung als natürliches Heilmittel bestmöglich auszuschöpfen.
  • Beratungen zu Berufs- oder sportspezifischen Besonderheiten zu geben und Tipps oder Strategien für den Alltag zu besprechen

Alle Entscheidungen über das therapeutische Vorgehen treffen wir (du als Klient*in und ich als Therapeut/Coach) gemeinsam (shared decision-making).

Kosten

Preis

ermäßigt

Erstkonsultation (ca. 60 min.)

€ 80,-

€ 60,-

Folgekonsultationen (30-60 min.)

€ 40,- bis 80,-

€ 30,- bis 60,-

Beratungsgespräch (ca. 30 min.)

€ 40,-

€ 30,-

 

Peter Greve

Heilpraktiker für Physiotherapie, Physiotherapeut (B.Sc PT, MT), Yogalehrer BDY/EYU

Peter kam durch Yoga zur Physiotherapie. Seit er 1994 begonnen hatte Yoga zu unterrichten, interessierte er sich zunehmend für das gesundheitsfördernde und therapeutische Potential von Yoga. Er beschloss den Beruf des Physiotherapeuten zu erlernen, um auf einer profunden Basis traditionelles Yoga mit westlichem Wissen um körperliche Zusammenhänge zu verbinden und damit in Gesundheitsfragen für Yogateilnehmende ein fachkundiger Ansprechpartner zu sein.

Peters Interesse als Physiotherapeut galt von Beginn an dem Bewegungssystem, also dem muskulo-skeletalen System und dem Phänomen Bewegung. Er belegte schwerpunktmäßig Fortbildungen in Manueller Therapie, da sich die Manuelle Therapie speziell mit der Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems befasst. 2007 erwarb er ein Zertifikat in Manueller Therapie nach dem Maitland-Konzept.

2008 ergriff Peter die Gelegenheit, an der Alice Salomon Hochschule in Berlin im Studiengang Physio- und Ergotherapie zu studieren und damit seine beruflichen Kompetenzen wissenschaftlich zu fundieren. Peter schloss das Studium dort 2010 mit einem Bachelor of Science in Physiotherapie ab. Für seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Wirksamkeit und Wirkmechanismen von Yoga bei chronischen Rückenschmerzen. Eine kritische Bewertung des aktuellen Forschungsstands.“ wählte Peter ein Thema, das sowohl für Yoga als auch für die Physiotherapie von Bedeutung ist und seine beiden beruflichen Interessen miteinander verknüpfte.

Unter der Leitung von K. Pattabhi Jois lernte Peter von 1988-1994 in Mysore, Südindien insgesamt zweieinhalb Jahre Yoga und besuchte in den darauf folgenden Jahren zahlreiche Yoga-Workshops. Seither unterrichtet er Ashtanga Yoga in Berlin.

Bei Alexander Peters am Gesundheitszentrum Sonne und Mond schloss Peter 2012 eine Yoga-Lehrausbildung zum Yogalehrer BDY/EYU ab.

Zurzeit arbeitet Peter als Heilpraktiker für Physiotherapie und unterrichtet in der Yogapraxis Ashtanga Vinyasa Yoga. Gemeinsam mit Nicole Verheyden leitet er die dortige Yogalehrausbildung. Daneben ist er für den Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) als Dozent in der Weiterbildung tätig und gibt Seminare und Workshops im In- und Ausland. Peter ist aktives Mitglied im Fachkreis Forschung des BDY.

Fortbildungen im Bereich Physiotherapie

  • Vestibuläre Therapie bei Schwindelsymptomatik (bei Firat Kesgin)
  • The complete Cervical Spine (mit Dr. Trudy Rebbeck)
  • Manuelle Therapie nach dem Maitland-Konzept - Grundkurs Level 1 & 2a; Zertifikatskurs und Prüfung; Aufbaukurse Level 2b & 3
  • Maipulative Management for Lumbar and Cervical Disorders (mit Timothy W. Flynn, PT, PhD)
  • Problem Solving the Shoulder (mit Anju Jaggi, MSc, MCSP - UK)
  • Cognitive Functional Therapy for Chronic Low Back Pain disorders within a bio-psycho-social classification system (mit Prof. Peter O'Sullivan)
  • Gerätegestützte Krankengymnastik (mit Robert Pfund & Fritz Zahnd)
  • The role of upper cervical segmental dysfunction in benign recurring headache (mit Dean Watson)
  • Diagnosis and Treatment of Movement Impairment Syndromes (mit Prof. Shirley Sahrmann)
  • Pain: From science to clinical practice (mit Prof. Lorimer Moseley)
  • Clinical Anatomy of the lumbopelvic Region (mit Prof. Andry Vleeming)
  • Chronic knee pain: Evidence-based physiotherapy management (mit Prof. Kim Bennell)
  • McKenzie (Mechanical Diagnosis and Therapy) Kurse A-C
  • Spezifische Rücken-/Schulter- und Nackenmassage

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist ein spezielles Fachgebiet der Physiotherapie. Sie befasst sich mit der Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems, also der Gelenke (einschließlich der Wirbelsäule), der Muskeln und Nerven.

Innerhalb der Manuellen Therapie gehört das Maitland-Konzept heute zu den großen und bedeutenden Strömungen (IMTA 2009). Es wurde seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von Geoffrey D. Maitland, einem australischen Physiotherapeuten und Mitbegründer der IFOMT (International Federation of Orthopaedic Manipulative Therapists) entwickelt. Für Peter stellt die Manuelle Therapie nach dem Maitland-Konzept eine wichtige Basis seiner physiotherapeutischen Arbeit dar.

Geoffrey D. Maitland bezeichnete die „…persönliche Bereitschaft, zu verstehen, was ein Individuum (der Patient) erduldet“ als den Kern des Konzepts.1

Maßnahmen der Manuellen Therapie

  • Techniken zur Verbesserung der Gelenkfunktionen und der Beweglichkeit des Nervensystems
  • Übungen zur Verbesserung muskulärer Ungleichgewichte
  • Schulung von alltags- und sportartspezifischen Bewegungsabläufen
  • Aufklärung über Zusammenhänge der Entstehung des Problems, um einen langfristigen Behandlungserfolg zu gewährleisten
  • Eigenübungen und Hilfe zur Selbsthilfe

http://dvmt.org/maitlandkonzept/maitlandkonzept.html

Wesentliche Aspekte des Maitland-Konzepts:

Denken in 2 Bahnen: Der Physiotherapeut analysiert das Problem des Patienten auf einer klinischen und einer theoretischen Ebene. Eine halbdurchlässige Backsteinmauer stellt bildlich die Trennung zwischen den Ebenen dar.

Klinische Ebene: Die klinische Ebene umfasst alle Informationen, die aus der Anamnese, der Funktionsuntersuchung und der Behandlung gewonnen werden können.

Theoretische Ebene: Wissensbasis aus Anatomie, (Neuro-) Physiologie, Biomechanik, Pathologie, Psychologie usw.3

Zwischen den beiden Ebenen ist ein freier Informationsfluss möglich, mit dem Zweck, Hypothesen zu formulieren und zu prüfen1. Der Schwerpunkt liegt auf der klinischen Seite. Die theoretischen Kenntnisse sind begleitend, sie beeinflussen zwar das Handeln, leiten es aber nicht. Die Hypothesengenerierung dient der Optimierung des Behandlungsergebnisses.

Verständnis vom Patienten und seiner Funktionsstörung

Im Maitland-Konzept wird darauf abgezielt, ein genaues Verständnis vom Patienten und seiner Störung zu entwickeln. Symptome und klinische Zeichen können von Mensch zu Mensch bei derselben ärztlichen Diagnose deutlich variieren. Ausschlaggebend für den physiotherapeutischen Behandlungsprozess ist, wie sich Ihr Problem für Sie darstellt. Die Wahl einer Behandlungstechnik erfolgt dann auf Grundlage von Ihren klinischen Zeichen und Symptomen und einer (vorläufigen) physiotherapeutischen Diagnose, die während des Behandlungsprozesses fortwährend überprüft und verfeinert wird.

Darüber hinaus versucht der Therapeut im Maitland-Konzept den Patienten als Person zu verstehen. "Das heißt, er versucht zu begreifen, wie der Patient selbst sein Problem sieht, worin sein Erleben und seine Erfahrungen bestehen…, welche Grundüberzeugungen er vertritt, welche dringenden Wünsche, welche Motivation, welche Emotionen er hegt." 2

Quellenangaben

  1. Hengeveld, E.; Banks, K. (2008): Maitlands Manipulation der peripheren Gelenke. 4. vollständig überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban & Fischer.
  2. Jones, M. A.; Rivett, D. A. (2006): Clinical Reasoning in der Manuellen Therapie. Grundlagen und 23 Fallbeispiele von namhaften Therapeuten. München: Elsevier.
  3. Dollenz, G. B.; Wiesner, R. (2008): Therapiekonzepte in der Physiotherapie – Maitland. Stuttgart: Thieme.

Yoga bei chronischen Rückenschmerzen

Wie wirksam ist Yoga bei chronischen Rückenschmerzen?  Auf welche Wirkmechanismen ist der Nutzen von Yoga zurückzuführen?

Diesen Fragen ging Ashtanga-Yogalehrer und Physiotherapeut Peter Greve 2010 in einer Bachelorarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin nach. Hintergrund: Chronische Rückenschmerzen stellen ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem dar, das schwierig zu behandeln ist. Immer mehr Betroffene nutzen Yoga und schätzen es subjektiv als hilfreich ein.

Die Arbeit von Peter Greve mit dem Titel "Wirksamkeit und Wirkmechanismen von Yoga bei chronischen Rückenschmerzen. Eine kritische Bewertung des aktuellen Forschungsstands." kann in der Bibliothek der Alice Salomon Hochschule » www.ash-berlin.eu bestellt und eingesehen werden.

Zusammenfassung Wirksamkeit und Wirkmechanismen von Yoga bei chronischen Rückenschmerzen

Hintergrund. Chronische (lumbale) Rückenschmerzen stellen ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem dar, das schwierig zu behandeln ist. Yoga wird bei Rückenschmerzen immer häufiger genutzt und von Betroffenen als hilfreich eingeschätzt.

Ziel. Diese Übersichtsarbeit verfolgte das Ziel, die in Studien erwiesene Wirksamkeit von Yoga bei chronischen Rückenschmerzen hinsichtlich relevanter Outcomes zu erfassen und einen Überblick über potentielle Wirkmechanismen zu gewinnen.

Methode. Die elektronischen Datenbanken MEDLINE (PubMed), CINAHL, PEDro und die Cochrane Library wurden bis einschließlich April 2010 nach randomisierten kontrollierten Studien (RCT) durchsucht. Eingeschlossen wurden Untersuchungen mit Yoga als Hauptintervention für eine Population mit nichtspezifischen Rückenschmerzen von ≥12 Wochen Dauer. Um einen Überblick über potentielle Wirkmechanismen zu gewinnen, wurden die Erklärungen der Autorinnen der Studien herausgefiltert, Quellenverweisen nachgegangen und in MEDLINE nach relevanten Publikationen recherchiert.

Ergebnisse. Es wurden fünf RCT mit insgesamt 361 Teilnehmenden erfasst. Diese Untersuchungen waren überwiegend von hoher methodologischer Qualität und in vielen Kategorien miteinander vergleichbar. Die Hauptkomponente der Yogaprogramme beinhaltete klassische Yogahaltungen (Asanas) und wurde von Atem- und Entspannungsverfahren aus dem Yoga ergänzt. Teilnehmende waren mehrheitlich weiblich, gut gebildet und verhältnismäßig gesund, was den Charakteristika von Yogapraktizierenden entspricht. Die Studien belegten, dass Yoga zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen hinsichtlich der relevanten Outcomes Schmerz und funktionelle Beeinträchtigung wirksamer ist, als Standardtherapie (Routinebehandlungen), Patientinnenratgeber oder Patientinnenedukation. Obwohl mit Yoga größere Verbesserungen als mit Trainingstherapie erzielt wurden, waren die Unterschiede klinisch nicht signifikant. Die Wirkungsweise von Yoga speziell bei chronischen Rückenschmerzen scheint bisher kaum erforscht worden zu sein. Die von den Autorinnen der Studien diskutierten Wirkmechanismen nahmen wenig Bezug zum Forschungsgegenstand ‚chronischer Rückenschmerz’.

Fazit

Die gesammelten Belege deuten an, dass Yoga für Personen mit chronisch nichtspezifischen Rückenschmerzen von Nutzen ist. Yoga reduziert erfolgreich Schmerz und funktionelle Beeinträchtigung und senkt die Einnahme von Schmerzmitteln. Yoga scheint wirksamer als Standardtherapie (Routinebehandlungen) und wirksamer als Patientinnenedukation zu sein. Möglicherweise ist Yoga auch wirksamer als Trainingstherapie.

Die Studienteilnehmerinnen waren mehrheitlich Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen und im Schnitt jünger als Rückenschmerpatientinnen. Diese Charakteristika sind für Yogapraktizierende typisch. Auch waren sie tendenziell weniger stark von Rückenschmerzen betroffen. In Zukunft sollte daher die Wirksamkeit von Yoga bei Personen untersucht werden, die männlich, älter oder weniger gebildet sind und stärkere Rückenbeschwerden haben. Auch sollte untersucht werden, wie Yoga modifiziert werden muss, damit Personen hohen Alters an Yogaklassen teilnehmen können.

Die Wirksamkeit von Yoga beruht wahrscheinlich auf verschiedensten Mechanismen, die zum Teil auch erforscht sind. Mechanismen, mit denen sich die spezifisch wirksamen Elemente von Yoga bei Rückenschmerzen identifizieren ließen, wurden bislang aber nur unzureichend untersucht. Dadurch kann das volle Potential von Yoga nicht ausgeschöpft werden. Es sollte daher künftig geklärt werden, ob Yoga wirksam ist, weil es in sich verschiedene Verfahren vereinigt, oder ob das Praktizieren von Yogahaltungen spezifisch auf die Ursachen von Rückenschmerzen einwirkt. Yogahaltungen sind bei Rückenschmerzen möglicherweise deshalb wirksam, weil sie das Bindegewebe des Körpers, Funktionsstörungen des Bewegungssystems und zentrale Schmerzmechanismen zugleich positiv beeinflussen.

Kontakt

Telefon: 030-78 99 14 97
Email: peter@die-yogapraxis.de

Konsultationen/Behandlungen:

  1. Die Yogapraxis
    Crellestr. 22 (Klingel: 2. Hof links)
    10827 Berlin-Schöneberg
  2. Physiotherapie Isburg Judith
    Kolonnenstr. 44 (Ecke Hohenfriedbergstr.)
    10829 Berlin-Schöneberg
Anfahrtsskizze

Links

www.pedro.org.au Die Physiotherapy Evidence Database an der Universität von Sydney in Australien ist eine Datenbank, die Studien zur Physiotherapie und  andere Untersuchungen (Leitlinien, Reviews) sammeln. Auf der PEDro finden sich viele Informationen auch auf Deutsch.
www.dvmt.org
Website des Deutschen Verbands für Manuelle Therapie – (Maitland-Konzept) mit vielen Informationen für Patienten zur Manuellen Therapie
www.iayt.org International Association of Yoga Therapists.  Diese Website bietet vielfältige Information zu Gesundheitsfragen und Yoga als Therapie.
www.krankengymnastik-judith.de
Physiotherapiepraxis Isburg Judith in der Nähe der Yogaschule. 
www.zvk.org Internetseite von PHYSIO DEUTSCHLAND - Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.
www.sonneundmond.com Yoga & Ayurveda - Gesundheitszentrum in Prenzlauer Berg von Alexander Peters
www.yogaundorthopaedie.de Privatpraxis von Dr. med Günter Niessen in Charlottenburg

 

Dr. med. Günter Niessen
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
 

Haltungs-, Bewegungs- und Sportanalyse, 
Manuelle Medizin, Akupunktur, Ayurveda, Therapeutischer Yoga